Mit Beginn des Frühlings und dem Erwachen der Natur werden Sie sich wieder Gedanken über den Unterhalt und die Pflege Ihres Rasens machen. Er soll Ihre Anforderungen erfüllen und Ihren Erwartungen entsprechen. Um dem Rasen einen optimalen Start zu ermöglichen, müssen, neben dem Mähen des Rasens, zusätzliche Arbeiten ausgeführt werden. Aber wie sieht der zeitlichen Ablauf der Frühjahrsarbeiten aus?
| Moosbekämpfung Ein hoher Moosanteil im Rasen zeigt an, dass der Standort gewisse Probleme aufweist. Faktoren, die den Moosbefall fördern, sind: - zu tiefer Schnitt - Böden, die schlecht mit Nährstoffen versorgt sind - schlecht strukturierte Böden - Staunässen, Schatten - Wahl einer schlechten Rasenmischung |
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Weist der Rasen einen hohen Besatz an Moos auf, sollten die oben genannten
Probleme nach Möglichkeit beseitigt werden, sonst wird sich das Moos nach kurzer
Zeit wieder ausbreiten. Eine Moosbekämpfung ist je nach Witterung ab Mitte März
möglich. Die Moosbekämpfung immer mit Vertikutieren und Düngen und evtl. einer
Nachsaat kombinieren.
| Unkrautbekämpfung Warum wachsen in manchen Rasen mehr Unkräuter als in anderen? Faktoren, welche die Unkräuter fördern: - Düngung nicht angepasst - Pflegemassnahmen unangebracht - schlechte Bodenstruktur - falsche Rasenmischung - Umgebung |
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Ist Unkraut im Rasen, sollte dieses ebenfalls früh im Jahr bekämpft werden. Dazu
kann ein selektives Herbizid verwendet werden. Wenn der Unkrautbesatz sehr hoch
ist (>30%) und gleichzeitig viele Ungräser vorhanden sind, ist es sinnvoll, die
ganze Rasennarbe abzu-
brennen und neu anzusäen. Damit werden alle Unkräuter und auch die unerwünschten
Gräser vernichtet.
Danach kann eine geeignete Mischung ein- oder nachgesät werden, damit der Rasen
wieder Ihren Vorstellungen und Ansprüchen entspricht (siehe Nachsaat). Herbizide
sollten erst eingesetzt werden, wenn die Nachttemperaturen nicht mehr unter
8–10O C sinken.
| Vertikutieren, Nachsaat Ungefähr zwei Wochen nach der Moos- oder Unkrautbekämpfung (bzw. nach dem Abbrennen der Rasennarbe) sollte die Fläche vertikutiert werden, damit die abgestorbenen Pflanzenreste entfernt werden können. Um die Lücken der Herbizidbehandlung zu schliessen, sollte in jedem Fall eine Nachsaat mit einer geeigneten Nachsaatmischung erfolgen. Dies gilt auch, wenn der Rasen an sich schon lückenhaft ist. Im Falle einer Nachsaat muss der Rasen möglichst stark vertikutiert werden, damit die Rasensamen bis auf den Boden dringen können. Die Saat erfolgt mit dem Düngerstreuer oder von Hand. Danach das Saatgut oberflächlich einrechen und mit Sand ein wenig abdecken (3–5l/m2). Anschliessend muss die Fläche während ca. zwei Wochen feucht gehalten werden, um die Keimung des Rasens zu ermöglichen. Werden keine Pflanzenschutzmassnahmen ergriffen, ist es ratsam, den Rasen zu vertikutieren, um den Rasenfilz zu dezimieren und das Breiten- und Triebwachstum der Gräser zu fördern. |
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| Düngung Anfang bis Mitte April, vorzugsweise unmittelbar nach der Einsaat oder nach dem Vertikutieren, muss die erste Düngung erfolgen. Diese sollte auf jeden Fall mit einem geeigneten Langzeit-Rasenvolldünger erfolgen. Beim Düngen auf die genaue Verteilung und Dosierung acht geben, um einen gleichmässigen Farbaspekt zu erhalten. Eine angepasste Nährstoffversorgung ist das beste Mittel, um den Rasen zu stärken und somit Unkräuter, Moose, Hirsen und diverse Krankheiten zu unterdrücken. Die Düngung muss der Belastung und dem Rasentyp angepasst werden: |
| Rasentyp | Belastung | Düngegabe/ 100m2 | Zeitpunkt der Düngung |
| Frühlingsdüngung Extensivrasen |
tief | 6 bis 8 kg | April |
| Hausrasen unbelastet | tief | 8 bis 10 kg | April |
| Hausrasen belastet | mittel-hoch | 10 kg | März bis April |
| Sommerdüngung Extensivrasen |
tief | 0 bis 2 kg | Juni |
| Hausrasen | unbelastet | tief 1 bis 2 kg | Mai bis Juni |
| Hausrasen belastet | mittel-hoch | 2 bis 3 kg | Mai bis Juni |
| Hirsenbekämpfung Sind in den letzten Jahren Hirsen aufgetreten, empfiehlt es sich, ein geeignetes Hirsemittel anzuwenden, um das Auflaufen der Hirsen zu verhindern. Das Mittel erst einsetzen, wenn die Bodentemperatur an der Oberfläche über 20° C beträgt, da die Hirsen erst unter diesen Bedingungen keimen (ab Mitte April). Bei einer Neuansaat sollte die Fläche im Vorauflauf gegen Hirsen versiegelt werden. Treten zu einem späteren Zeitpunkt noch Hirsen auf, können diese im Nachauflauf bekämpft werden. |
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Quelle: ERIC SCHWEIZER SAMEN AG